StartseiteSein LebenslaufDas Attentat auf HitlerWas danach geplant war
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In den Umsturzplänen macht sich die Widerstandsbewegung den von der Regierung erarbeiteten Operationsplan "Walküre" zu Nutze, der eigentlich zur Niederschlagung von Unruhen der vielen ausländischen Zwangsarbeiter gedacht ist (daher auch der Deckname "Operation Walküre").

Kern dieser Pläne war, neben dem Attentat auf Hitler, das Besetzen der Schaltstellen der NSDAP (Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei), der SS, der Gestapo sowie der staatlichen Rundfunkeinrichtungen mit Hilfe des in Kraft treten des Walküre Befehls, und der damit verbundenen Mobilisierung des Ersatzheeres.
Nach dem erfolgreichem Umsturz sollte eine vom Widerstand gebildete Regierung die Macht übernehmen, mehr dazu siehe "Was danach geplant war".

Diese Umsturzpläne waren, solange die deutschen Truppen noch siegten, nur von geringer Bedeutung. Erst als sich 1943 die Niederlage abzeichnete, wurde den Offizieren bewusst, dass es an der Zeit war etwas zu unternehmen. Daraus entstand das Attentat und der versuchte Umsturz am 20 Juli 1944.

Sinn und Zweck des Umsturzes war ein schneller Friedensschluss mit den Kriegsgegnern.


Der 20. Juli 1944

~7.00 Uhr
Stauffenberg und Haeften fliegen mit einer HE-111 Richtung Rastenburg. Mit an Bord haben sie 2 Aktentaschen, in denen sich lautlos arbeitende Bomben befinden.

Der Bendlerblock in der Bendlerstraße ~10.15 Uhr
Beide fahren ins Führerhauptquartier (Wolfsschanze).

~11.30 Uhr
Die Versammlung, auf der das Attentat stattfinden soll, wird eine halbe Stunde vorverlegt und findet in der "Lagebaracke" statt.

Kurz vor 12.30 Uhr
Stauffenberg schaltet den Zünder einer Bombe ein, und begibt sich zur Versammlung. Den Zünder der zweiten Bombe kann er aus Zeitgründen nicht mehr scharfmachen.

Kurz nach 12.30 Uhr
Die Versammlung hat begonnen und Stauffenberg stellt die Bombe so nah wie möglich bei Hitler ab.

Plan der Lagebaracke ~12.37 Uhr
Stauffenberg verlässt unter einem Vorwand den Raum. Ein Besprechungsteilnehmer stellt die Aktentasche auf die andere Seite des Tisches, da sie Hitler beim Betrachten der Karten gestört hatte.

~12.42 Uhr
Die Bombe explodiert, Hitler überlebt die Explosion geschützt durch den massiven Eichentisch nahezu unverletzt. Stauffenberg und Haeften verlassen in der Überzeugung, dass Hitler tot ist, die Wolfsschanze.

~15.45 Uhr
Stauffenberg übermittelt an Friedrich Olbricht (Chef des Allgemeinen Heeresamtes) die Nachricht, dass Hitler tot ist.

~16.00 Uhr
Olbricht begibt sich zu Generaloberst Friedrich Fromm (Befehlshaber des Ersatzheeres), der dazu berechtigt ist, den Walküre-Alarm auszulösen. Dieser weigert sich jedoch, dies zu tun, weil er von Keitel erfährt, dass Hitler überlebt hat. Derweil sind die in Berlin stationierten Truppen jedoch schon alarmiert und es herrscht allgemeine Unklarheit darüber, was passieren soll.

Die Lagebaracke nach dem Anschlag ~16.30 Uhr
Stauffenberg, Haeften, Generaloberst Beck und andere Mitverschwörer treffen in der Bendlerstraße ein und drängen Fromm, den Walküre-Alarm trotz allem in Kraft zu setzen. Währenddessen geht der Staatstreich in Paris von General Karl-Heinrich von Stülpnagel (Militärbefehlshaber von Frankreich) zügig voran - 1200 Angehörige der SS und SD werden verhaftet. Doch hier scheitert der Putsch durch General Feldmarschall Hans Günther von Kluge (Oberbefehlshaber der Heeresgruppe B), der die Verhaftungen von Stülpnagel rückgängig machen lässt und Stülpnagel verhaftet. Die Großaktion lässt sich jedoch nicht mehr stoppen und bis 22.30 Uhr befinden sich in Paris alle NS-Leute in Haft.

17.00-18.00 Uhr
Goebbels berichtet Hitler von dem großangelegten Putsch. Dieser befiehlt ihm, den Putsch mit seinen Truppen niederzuschlagen.

Bild von Hitler nach dem Anschlag ~19.00 Uhr
Der Putsch geht nur schleppend voran, nur ein Teil der putschenden Truppen befindet sich auf ihren Positionen und strategisch wichtige Stellen wie z.B. die Reichsrundfunksender sind nicht besetzt, sodass die Nachricht vom missglückten Attentat auf Hitler noch bis 19 Uhr verbreitet werden kann.

~21.00 Uhr
Hitlertreue Truppen kontrollieren das gesamte Berliner Stadtzentrum.

~22.45 Uhr
Nach weiteren missglückten Aktionen von Seiten der Verschwörer telefoniert Stauffenberg nach Paris und teilt mit, dass der Putsch gescheitert ist.

~22.50 Uhr
Das Büro der Verschwörer in der Bendlerstraße wird gestürmt, Stauffenberg und seine Mitstreiter werden verhaftet. Noch am selben Abend werden Olbricht, Haeften, Stauffenberg und Mertz erschossen.

Letztes Update: 27.07.2004
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